Ein klassischer Apfelkuchen muss nicht aus dem Küchenofen kommen. Mit einer stabilen indirekten Temperatur verwandelst du den Kamado nämlich in einen holzbefeuerten Ofen. Das Ergebnis ist ein hoher Apfelkuchen mit goldbrauner Kruste, einem festen Boden und einer warmen Füllung aus Äpfeln, Zimt und Rosinen.
Dieser Apfelkuchen wird auf dem Kamado in einer Springform mit 24 Zentimetern Durchmesser gebacken und reicht für etwa 10 bis 12 Stücke. Verwende für dieses Rezept kein Räucherholz. Die Holzkohle verleiht dem Kuchen bereits von sich aus ein dezentes BBQ-Aroma, während zu viel Rauch den süßen Apfelkuchen bitter machen kann.
Apfelkuchen auf dem Kamado backen
- Vorbereitung: etwa 30 Minuten
- Backzeit: 60 bis 75 Minuten
- Kamado-Temperatur: 175 bis 180 °C
- Zubereitungsart: indirekt
- Menge: etwa 10 bis 12 Stücke
- Benötigt: Springform mit 24 cm Durchmesser
Zutaten für den Teig
- 300 Gramm Mehl
- 200 Gramm kalte Butter
- 150 Gramm brauner Rohrzucker
- 1 Ei
- 1 Teelöffel Backpulver
- 1 Prise Salz
- Butter oder Backspray zum Einfetten
Etwas von dem verquirlten Ei zum Bestreichen des Teiggitters auf dem Kuchen beiseitestellen.
Zutaten für die Apfelfüllung
- 1,5 kg feste, fruchtig-süße Äpfel
- 75 Gramm Rosinen
- 50 Gramm Kristallzucker
- 2 Teelöffel Zimt
- 1 Esslöffel Maisstärke
- 1 Esslöffel Zitronensaft
- 3 Esslöffel Semmelbrösel
Welche Äpfel verwendet man? Goudreinetten sind die klassische Wahl für Apfelkuchen, aber auch Elstar, Jonagold oder eine Kombination verschiedener Apfelsorten eignen sich hervorragend. Wähle Äpfel, die beim Backen ausreichend fest bleiben.
Benötigtes Zubehör
- Kamado mit Hitzeschilden oder Platesetter
- Rost
- Springform mit 24 cm Durchmesser
- Backpapier
- Rührschüssel
- Nudelholz
- Pinsel zum Bestreichen
Schritt 1: Teig zubereiten
Mehl, braunen Rohrzucker, Backpulver und Salz in eine große Rührschüssel geben. Die kalte Butter in Würfel schneiden und hinzufügen. Das Ei verquirlen und den größten Teil zum Teig geben. Etwa einen Esslöffel beiseitestellen.
Knete alles kurz zu einem zusammenhängenden Teig. Knete nicht länger als nötig, da der Teig durch warme Butter weich und klebrig werden kann. Verpacke den Teig und lasse ihn etwa 20 Minuten im Kühlschrank ruhen.
Schritt 2: Den Kamado anzünden
Zünde den Kamado an und richte ihn für indirektes Garen ein. Setze die Hitzeschilde und anschließend den Rost ein. Bringe die Temperatur langsam auf 175 bis 180 °C und lasse den Kamado mindestens 15 Minuten stabil werden.
Verwende saubere Holzkohle mit neutralem Geschmack und füge kein Räucherholz hinzu. Bei Gebäck ist eine saubere, dezente Hitze angenehmer als ein kräftiges Raucharoma.
Schritt 3: Die Apfelfüllung zubereiten
Gib die Rosinen in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser und lass sie etwa 10 Minuten quellen. Lass sie anschließend gut abtropfen und tupfe sie trocken.
Schäle inzwischen die Äpfel, entferne die Kerngehäuse und schneide die Äpfel in Würfel oder dünne Spalten. Vermische sie mit den Rosinen, dem Kristallzucker, dem Zimt, der Maisstärke und dem Zitronensaft.
Die Maisstärke bindet einen Teil der Flüssigkeit, die beim Backen aus den Äpfeln austritt. Dadurch bleibt die Füllung saftig, ohne dass der Boden matschig wird.
Schritt 4: Den Apfelkuchen zusammensetzen
Fette die Springform ein und lege den Boden mit Backpapier aus. Verwende etwa zwei Drittel des Teigs, um den Boden und die Seiten der Form auszukleiden. Drücke den Teig gleichmäßig an und achte auf einen hochstehenden Rand.
Verteile das Paniermehl auf dem Teigboden. Das Paniermehl nimmt überschüssigen Apfelsaft auf und hilft dabei, den Boden fest zu halten.
Fülle die Form mit der Apfelmischung und drücke die Füllung vorsichtig an. Rolle den restlichen Teig aus und schneide ihn in lange Streifen. Lege die Streifen kreuzweise über den Kuchen, sodass ein klassisches Gitter entsteht. Bestreiche den Teig mit dem zurückbehaltenen Ei.
Schritt 5: Den Apfelkuchen auf dem Kamado backen
Stelle die Springform in die Mitte des Rosts und schließe den Deckel. Backe den Apfelkuchen indirekt 60 bis 75 Minuten lang bei 175 bis 180 °C.
Kontrolliere den Kuchen nach etwa 50 Minuten. Wird die Oberseite zu dunkel, während der Kuchen noch nicht gar ist? Decke ihn dann locker mit Aluminiumfolie ab. Versuche, den Deckel ansonsten so wenig wie möglich zu öffnen, damit die Temperatur stabil bleibt.
Der Apfelkuchen ist fertig, wenn der Teig goldbraun ist, sich die Seite fest anfühlt und die Apfelfüllung weich ist. Die genaue Backzeit kann je nach Kamado und Springform leicht variieren.
Einen zu dunklen Boden vermeiden
Die Hitze im unteren Bereich eines Kamados kann intensiv sein. Verwende deshalb immer eine vollständig indirekte Aufstellung. Wird Gebäck auf deinem Kamado an der Unterseite schnell dunkel? Lege dann einen Pizzastein oder einen zusätzlichen Hitzeschild unter den Rost. Achte dabei auf etwas Abstand zwischen Stein und Springform, damit die heiße Luft zirkulieren kann.
Stelle die Springform nicht direkt auf einen heißen Pizzastein. Dadurch bekommt der Boden zu viel direkte Hitze.
Apfelkuchen gut abkühlen lassen
Nimm den Kuchen mit hitzebeständigen Handschuhen vom Kamado und lass ihn mindestens 30 Minuten in der Springform abkühlen. Entferne anschließend vorsichtig den Rand der Form.
Lass den Apfelkuchen möglichst noch mindestens eine weitere Stunde abkühlen, bevor du ihn anschneidest. Die warme Apfelfüllung braucht Zeit, um fester zu werden. Wenn du den Kuchen sofort anschneidest, können die Stücke auseinanderfallen.
Apfelkuchen vom Kamado servieren
Serviere den Apfelkuchen lauwarm oder vollständig abgekühlt. Ein wenig frisch geschlagene Sahne passt natürlich hervorragend dazu, aber auch ohne Beilagen hat der Kuchen bereits reichlich Geschmack von Äpfeln, Zimt und Mürbeteig.
Möchtest du ihn später erneut aufwärmen? Lege dann ein Stück Apfelkuchen für einige Minuten bei etwa 150 °C indirekt auf den Kamado. Verwende dabei erneut kein Räucherholz.
Apfelkuchen aufbewahren
Lass den Kuchen vollständig abkühlen und bewahre ihn anschließend gut abgedeckt an einem kühlen Ort auf. Dort hält er sich etwa zwei Tage. Im Kühlschrank kannst du den Apfelkuchen ungefähr vier Tage aufbewahren. Lass ein gekühltes Stück vor dem Servieren auf Zimmertemperatur kommen oder erwärme es kurz.
Tipp von Titan Kamado
Beim Backen im Kamado dreht sich alles um die Temperaturkontrolle. Bringe den Kamado langsam auf 175 bis 180 °C und setze den Kuchen erst hinein, wenn die Temperatur stabil ist. Steigt die Temperatur zu stark an, dauert es länger, die Keramik wieder abkühlen zu lassen. Mit Geduld, indirekter Hitze und möglichst wenig geöffnetem Deckel gelingt dir ein gleichmäßig goldbrauner Apfelkuchen.







